Portraitfotografie – Galerie Jordanow

Portraitfotografie in der Galerie Jordanow , einer hervorragende Galerie für Fotokunst in München. Sie zeigt einen Querschnitt über meine Fotoprojekte, die in den Jahren von 1999 bis heute entstanden sind.

Die Eröffnung war großartig. Neben den Besuchern, die ein allgemeines Interesse für Fotografie haben, kamen auch viele Fachleute aus der Fotoszene. Es war eine gute Mischung aus kunstinteressierten Menschen, der Abend war lang, der Rotwein gut … Viele spannende Gespräche über Fotografie sind geführt worden über die verschiedenen Ansätze in der Porträtkunst, über neue Möglichkeiten im digitalen Zeitalter und auch über Aspekte des Kunstmarktes. Es hat mich sehr gefreut, dass die Kraft und die Ausstrahlung der von mir porträtierten Menschen bei den Besuchern viele Emotionen und Eindrücke hinterlassen hat.

Ich halte diese Art des Portraits für zeitlos und auch für immun in Bezug auf die schnelle technische Entwicklung in der Fotografie. Die Bilder stehen in der Tradition der klassischen Dokumentarfotografie. Andere Vertreter dieser Art des Porträtierens sind neben August Sander auch Rineke Dijkstra, Jitka Hanzlová oder Richard Avedon, um nur Einige zu nennen. Wichtig ist der Aspekt der „vergleichenden Fotografie“. In den Bildern sind die Personen bei gleichbleibendem Abbildungsmaßstab aufgenommen worden. Dadurch wird dem Betrachter ermöglicht, die Bilder nicht nur als Einzelbilder wahrzunehmen, sondern auch als Vertreter einer zusammengehörenden Menschenfamilie oder Bildgruppe zu sehen.

Die Freunde der Pinakothek der Moderne ( PIN ) haben sich für eine Führung durch die Ausstellung angemeldet, und ich freue mich mit ihnen über meine Bilder zu sprechen und meine Arbeit vorzustellen.

Im Anschluß an diese Ausstellung wird es eine große Soloshow in der Artur Walther Collection in Ulm-Burlaffingen geben. Artur Walther hat die wohl größte private Fotosammlung in Deutschland, in der auch einige meiner Arbeiten vertreten sind. Neben meinen „Ulm Portraits“ werden auch dort Auszüge aus meinen anderen Fotoprojekten zu sehen sein. Die Ausstellung in Ulm wird am 29.5. eröffnet und ich werde in einem Künstlergespräch meine Projekte vorstellen.

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Mit anderen Augen – Das Porträt in der zeitgenössischen Fotografie

Ich bin stolz, dabei zu sein! – Eine Ausstellung der SK Stiftung Kultur und des Kunstmuseums Bonn.

Eines der zentralen Themen innerhalb der Kunstgeschichte ist das Porträt. Verbunden mit dem Menschen und der Vergegenwärtigung von Aspekten der Individualität und Identität, Momenten gesellschaftlicher und kultureller Zusammenhänge oder auch sozialer Bindungen gehört das Porträt in der aktuellen Kunst – und hier vor allem in der Fotografie – zu den wichtigen und sich immer wieder neu formulierenden bildnerischen Inhalten. Ästhetische Ansätze reichen vom Dokumentarischen bis zur Inszenierung, von der Neuformulierung ikonografischer Bildtraditionen bis hin zur künstlerischen Beschäftigung mit Aspekten der Amateurfotografie oder der Abstraktion als formale Reflexion des Themas. Über das rein Künstlerische hinaus – denkt man etwa an Social Media – wird das eigene Bild und das des Anderen sogar zum Ausgangspunkt alltäglicher bildnerischer Kommunikation. Sich der Vielschichtigkeit, der Geschichte und Aktualität des Themas anzunähern, ist das Anliegen der Ausstellungskooperation.

Internationale Künstler: Charles Fréger (Frankreich), Pepa Hristova (Bulgarien/Deutschland), Pieter Hugo (Südafrika), Hiroh Kikai (Japan), Mark Neville (England), Jerry L. Thompson (USA), Mette Tronvoll (Norwegen), Albrecht Tübke (Deutschland/Italien) und Joerg Lipskoch (Deutschland)Ute Behrend, Katharina, Bosse, Clegg & Guttmann, Dunja Evers, Jan Paul Evers, Albrecht Fuchs, Bernhard Fuchs, Jitka Hanzlová, Jörg Paul Janka (solo), Uschi Huber (solo), OHIO (Gemeinschaftsprojekt Janka und Huber), Sabrina Jung, Keller/Wittwer, Annette Kelm, Erik Kessels, Jana Kölmel, Timm Rautert, Eckhard Korn, Katharina Mayer, Christopher Muller, Peter Piller, Barbara Probst, Daniela Risch, Thomas Ruff, Daniel Schumann, Oliver Sieber, Beat Streuli, Thomas Struth, Katja Stuke, Wolfgang Tillmans, Christopher Williams und Tobias Zielony.

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